So habe ich den fiesen hinterhältigen Referrer Spam besiegt.

Kennt ihr das – ihr schaut in eure Statistiken und freut euch tierisch über den gigantischen Zuwachs an Besuchern.

Und nach einem kurzen Moment der Freude knallt ihr unsanft zurück auf den Boden der Tatsachen. Denn die meisten Zugriffe kommen von sehr seltsamen Seiten aus diversen Ländern.

In diesem Artikel erzähle ich euch, was es mit diesem seltsamen Geistertraffic auf sich hat, und wir ihr diesen von euren Statistiken vorerst verbannt.

Findet ihr in euren Statistiken häufige Verweise von….

  • Darodar.com
  • Iloveitaly.com
  • Buttons-for-Website.com
  • Semalt.com
  • blackhatworth.com
  • floating-share-buttons.com
  • Get-Free-Traffic-Now.com
  • 100dollars-seo.com

Dann habe ich eine traurige Nachricht für euch. Denn das waren keine realen Menschen, sondern automatisierte Robots.

Wenn ihr euch im Detail mit den Statistikzahlen beschäftigt, werdet ihr feststellen, dass diese „Besucher“ sich auch nur eine Seite „angesehen“ haben. Mit anderen Worten – diese Daten verfälschen eure komplette Statistik.

Warum gibt es Referrer Spam überhaupt?

Viele Website-Betreiber klicken neugierig auf den verweisenden Link in ihren Statistiken – und schuppsdiwupps landen sie auf einer Affiliate-Seite und fangen sich einen Cookie ein, der dem Spammer bei eurem nächsten Einkauf lukrative Provisionen bringt.

Was ich schon alles versucht habe, um den Referrer Spam los zu werden.

  1. Stufe 1: In Google Analytics die Option aktivieren, dass bekannte Bots ausgeschlossen werden. 
    Das hört sich klasse an, ist es aber nicht. Denn es rutschen bei mir immer noch ziemlich viele Referrer-Spammer durch. Deswegen erkläre ich hier gar nicht, wie man diese Option bei Google Analytics aktiviert, sondern springe gleich zum nächsten Schritt.
  2. Stufe 2: Filter in Google Analytics eingebaut.
    Damit kann ich festlegen, welche Adressen in der Datenansicht gefiltert werden. Und so erhalte ich eine saubere Statistik. 

    Ich erzähle euch hier ebenfalls nicht, wie ihr Filter einrichtet, denn wenn man wie ich mehrere Seiten im Netz hat, ist das extrem nervig für jede einzelne Domain diese Filter zu setzen. Man kann zwar Filter für mehrere Domains gleichzeitig erstellen – aber bei der Masse an Referrer-Spam-Adressen trieb mich diese Methode dennoch an den Rand des Wahnsinns.

  3. Stufe 3: Htacess-Datei ändern.
    Der Vorteil im Vergleich zur Änderung bei Google Analytics ist die Möglichkeit, dass ich die selben Htaccess-Codes einfach für alle Projekte duplizieren kann.
    Damit bin ich jedoch auch nicht glücklich, da sich die Referrer-Spam-Adressen schneller ändern, als ich die Dateien aktualisieren kann bzw. möchte.
  4. Stufe 4: Statistik-Tool gewechselt
    Also habe ich WP Statistics installiert, weil mich die Google Analytics-Statistiken genervt haben
    Hier gibt es zwar etwas weniger Referrer Spam als bei Google, aber dennoch war dies keine wirkliche Lösung. Zu WP Statistics werde ich bei Gelegenheit noch einen separaten Post schreiben.

Und was zum Schluss TATSÄCHLICH (!!!!!)  gegen den Referrer Spam geholfen hat!!!!!

  1. Installation eines Plugins zum Blockieren des Referral Spams
    Es gibt Plugins, die die Liste der blockierten Verweise regelmäßig automatisieren. Diese sorgen – in WordPress installiert – für eine Bereinigung der Statistiken. Und das mit regelmäßigen Updates. Schaut euch dazu einfach Plugins wie spamreferrerblock an.
  2. Neue Tracking Property bei Google Analytics einrichten
    Die Statistik in meinem WordPress-Plugin WP Statistics war zwar sauber, aber dennoch gab es einen Restspam in Google Analytics. Das liegt daran, dass manche Referrer Spammer ganz hinterrücks direkt Google Analytics anspammen. Die gehen quasi direkt in eure Statistik, ohne den Umweg über eure Seite zu machen.
    Google arbeitet mit sogenannten Properties – diese erkennt ihr am Ende eurer Tracking-ID nach dem Bindestrich. 
    Bis jetzt ist es noch so, dass dieser direkte Spam bevorzugt Trackingproperties mit der Endung „-1“ spammt. Bitte beachtet jedoch, dass bei einer Umstellung eure alten Daten in der alten Property bleiben und die neue Statistik komplett neu startet.  
    Auf support.google.com findet ihr eine Anleitung, wie ihr eine neue Property bei Google Analytics anlegen könnt.

    Diesen grandiose Tipp habe ich von einem Artikel der Nischenpresse:
    http://www.nischenpresse.de/referrer-spam-neue-property/
    An dieser Stelle ein dickes Dankeschön! 

    Jetzt hoffe ich nur, dass das auch eine Weile bleibt, dass nur die „-1“-Propersies angespammt werden….

Habt ihr auch Erfahrung mit Referral Spam? Schreibt mir eure Erfahrung!

Ciao,

Mirjam

Nachtrag, 20.07.2015

referrerspam2

Heute klickte ich mal in mein Statistiken in einer der brachliegenden alte Analytics-Properties mit der Endung „-1“. Laut Google Analytics herrscht dort ein munteres Treiben – und das, obwohl dieser Trcking-Code auf keiner Seite aktiv ist. Klickt mal auf die Grafik dazu – es ist tatsächlich erstaunlich!

 

 

Kommentare

  1. Johannes Breunig 8. Juli 2015 um 8:52 Uhr

    Hallo Mirijam,

    vielen Dank für die Erwähnung. Leider muss man auch bei einer neuen Property mit einigen Filtern nachhelfen. Ich habe am letzten Sonntag die Filter alle wieder auf den neuesten Stand gebracht. Hier findest Du die Updates: http://www.nischenpresse.de/referrer-spam-google-analytics/

    Viele Grüße
    Johannes

    • Mirjam 8. Juli 2015 um 9:40 Uhr

      Hallo,
      bis jetzt habe ich noch Glück – in Kombination mit dem WordPress-Plugin ist der Spamm erstmal draußen…. vorerst -)
      Aber dein Artikel ist klasse – den habe ichmir gleich mal gebookmarkt, für den Fall, dass meine Statistiken wieder bespammt werden.

  2. Katharina 21. Oktober 2015 um 14:28 Uhr

    Mir hat der Valid Hostname Filter kombiniert mit ein paar Einzelfiltern geholfen. Im Artikel auf Ohow ist das super erklärt http://www.ohow.co/what-is-referrer-spam-how-stop-it-guide/
    Gruß
    Katharina

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